Bergamt gibt zum zweiten Mal grünes Licht für Kupfer-Erkundungsbohrung

Feldern zwische Deschka und Zentendorf
Auf diesen Feldern zwischen Deschka und Zentendorf darf KGHM jetzt den geplanten Bohrplatz einrichten
Die zwischenzeitlich angehaltenen Arbeiten an Deschkaer Erkundungsbohrung können weitergehen. Das Oberbergamt hat dem Antrag der KGHM auf sofortige Vollziehbarkeit der Betriebsplan-Zulassung stattgegeben. Die Widersprüche, die von Privatpersonen eingelegt worden waren, seien geprüft worden. Es bestünden »keine Anhaltspunkte für Rechtsmängel oder durch die Bohrung ausgelöste Umweltgefahren«, teilte das Oberbergamt heute mit.

Auch die Bedenken der Bürgerinitiative zu einer weiteren Nutzung der Bohrung für wissenschaftliche Untersuchungen im Rahmen eines EU-Projektes (BioMOre) seien nicht begründet. »Eine derartige Nutzung für Forschungszwecke wurde weder beantragt noch ist sie genehmigt«, erklärte Oberberghauptmann Prof. Dr. Bernhard Cramer.

Die Bürgerinitiative allerdings hatte ihre Sorge über eine mögliche zukünftige Nutzung nicht der Bohrung, sondern der Ergebnisse, die mit ihr erzielt werden könnten, vorgebracht. Zur möglichen späteren Nutzung der Bohrungsergebnisse machte das OBA erneut keine Aussage.

Das Gebiet, in dem die Deschkaer Erkundungsbohrung jetzt abgeteuft werden soll, wird in Projekt-Unterlagen der Europäischen Union explizit als prospektives Gebiet für den experimentellen Einsatz des BioMOre-Konzepts genannt. Über eine mögliche Verbindung der Deschkaer Erkundungsbohrung mit dem BioMOre-Projekt zu sprechen, haben sich bisher sowohl die Bergbehörde als auch das durchführende Unternehmen KGHM Kupfer AG so heftig gewehrt, dass sich der Verdacht aufdrängt, dass eine solche Verbindung abgestritten werden soll. Oder dass Behörden erschreckend kurzsichtig agieren. Undenkbar dagegen, dass ein börsennotiertes Unternehmen Millionenbeträge in die Hand nimmt, ohne über den Return-on-investment nachzudenken.

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